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OrbisNeurunktor

Der Aufbau

Fünf Produkte, ein Datenbestand.

Orbis ist kein Programm mit Modulen, sondern eine Familie eigenständiger Produkte. Jedes läuft für sich. Wer mehrere nimmt, bekommt keine Integrationsarbeit, sondern ein System: Artikel, Preise, Bestände und Kunden gibt es genau einmal.

Die Kopplungsregel: Kein Produkt greift in den Code eines anderen. Sie reden ausschließlich über eine versionierte Schnittstelle und einen Ereignisstrom miteinander — und eine automatische Prüfung bricht den Bau ab, wenn es doch geschieht. „Einzeln buchbar“ ist damit eine Eigenschaft der Bauweise, nicht eine Zusage im Vertrag.
läuft allein

Orbis Core

Die Plattform, auf der alles andere steht. Sie ist der Grund, warum in Orbis nichts verlorengeht und warum niemand mehr sehen kann, als er darf.

Wer nur Core nimmt, bekommt eine gepflegte Stammdatenverwaltung mit Rechten und einem lückenlosen Änderungsprotokoll. Das klingt klein — es ist der Teil, an dem gewachsene Systeme am häufigsten scheitern.

Was enthalten ist

  • Benutzer, Rollen und Rechte — eine einzige Rechteebene für Oberfläche, Schnittstelle und Assistent. Nicht drei Listen, die auseinanderlaufen.
  • Änderungsprotokoll mit Rücknahme — jede fachliche Änderung mit Vorher und Nachher, mit Person und Zeitpunkt, und mit einem Knopf, der sie zurücknimmt.
  • Getrennt protokolliert, ob ein Mensch, der Assistent oder eine nächtliche Routine gehandelt hat.
  • Stammdaten — Artikel, Warengruppen, Lieferanten, Kunden, Kundenkreise, Einheiten und Gebinde.
  • Datenübernahme und Export — der Umstieg aus einem Altsystem mit Prüflauf, und der vollständige Auszug in offenen Dateien, ab dem ersten Tag.
  • Auskunft, Berichtigung, Löschung nach DSGVO als eingebaute Vorgänge — für Geschäftspartner wie für Benutzerkonten.

Lager

  • Bestände über Chargen mit Haltbarkeitsdatum; die älteste Charge geht zuerst
  • Wareneingang gegen die konkrete Bestellung, Teillieferung inbegriffen — der offene Rest bleibt sichtbar, statt still zu verschwinden
  • Inventur und Abschriften mit Grund — jeder Verlust ist später auswertbar
  • Reservierungen — verfügbar ist, was körperlich da und nicht schon zugesagt ist
  • Rückverfolgung — von der Charge zu den Lieferscheinen und vom Beleg zurück zu seinen Chargen
  • Bewegungshistorie, aus der sich jede Bestandszahl herleiten lässt

Einkauf

  • Bestellvorschlag aus Bedarfsvorhersage, Meldebestand und Reichweite — mit Begründung in ganzen Sätzen, und mit einem Rückvergleich, der die eigene Vorhersage gegen das prüft, was dann wirklich abging
  • Freigabe und Auslösung getrennt — zwei Rechte, zwei Vorgänge. Es gibt keinen Weg, der beides zugleich tut, auch nicht als Bequemlichkeit
  • Auftragsbestätigung erfassen: weicht Menge, Preis oder Termin ab, meldet sich Orbis, statt es stillschweigend zu übernehmen
  • Dreifachabgleich — bestellt, angekommen, berechnet. Passt es, läuft es durch; passt es nicht, landet es auf einem Tisch
  • Eingangsrechnung einlesen — elektronisch, Zeile für Zeile Ihren Artikeln zugeordnet statt abgetippt
  • Einkaufspreise ziehen nach, der Einstand folgt je Charge

Eine App für Handgeräte im Lager ist als Erweiterung vorgesehen und noch nicht gebaut; heute arbeitet das Lager im Browser.

läuft allein

Orbis Ops

Lager und Einkauf — das Herzstück des Kreislaufs. Hier entscheidet sich, ob eine Warenwirtschaft dem Betrieb Arbeit abnimmt oder ihm welche macht.

Der Anspruch ist nicht, dass Orbis für Sie bestellt. Der Anspruch ist, dass Orbis alles vorbereitet, begründet und anschließend selbst erledigt — und Ihnen genau eine Entscheidung übriglässt.

Dazu die Auswertungen, die aus denselben Daten entstehen: Verluste nach Ursache, Umsatz und Deckungsbeitrag im Tagesverlauf, Artikel unter der Zielmarge — jede Zahl mit dem Weg zu den Buchungen, aus denen sie entstanden ist.

läuft allein

Orbis Pricing

Preise sind der Ort, an dem im Handel das Geld entsteht — und der Ort, an dem es am unauffälligsten verschwindet. Deshalb ist das Preis-Management in Orbis ein eigenes Produkt und kein Reiter im Artikelstamm.

Die Mindestmarge ist die einzige harte Grenze. Wer darunter abschließen will, braucht ein eigenes Recht — sonst bekommt er eine Meldung und muss nachfragen. Nicht, weil wir niemandem trauen, sondern weil ein Preis, der unter dem Einstand liegt, sonst erst im Jahresabschluss auffällt.

Was enthalten ist

  • Preislisten, Mengenstaffeln, Konditionen je Kunde — und eine nachvollziehbare Regel, welche davon gilt, die an jeder Position nachlesbar ist
  • Mindestmarge als Grenze — eine Preisrunde überspringt jede Zeile, die darunter fiele oder deren Marge sie nicht prüfen kann, und nennt den Grund
  • Preisrunden in drei Schritten: Vorschau, welche Artikel und Kunden es trifft — Freigabe — und, falls nötig, Rücknahme
  • Der Verhandlungstisch — eine Seite für das Telefongespräch: der Kunde, die Position und das, was Sie zusagen können, ohne unter den Einstand zu gehen
  • Preisgeschichte — eine neue Zusage beendet die alte, sie löscht sie nicht. Im Streitfall zählt, was wann galt
  • Der Preis der Rechnung kommt aus dem Beleg, nicht aus einer neuen Preisfindung — was zugesagt war, wird berechnet

Was der Kunde sieht

  • Seine Preise — Konditionen, Staffeln, Zahlungsziel. Keine Listenpreise für alle
  • Verfügbarkeit aus dem echten Bestand, nicht aus einem nächtlichen Abzug
  • Bestellverlauf — ausschließlich die eigenen Bestellungen, nie die eines anderen Kunden; das wird eigens geprüft
  • Kundennummer und Zahlungsziel aus demselben Bestand wie im Kern — nicht aus einer zweiten Kundendatei
  • Im Browser. Eine App ist vorgesehen, noch nicht gebaut
läuft allein

Orbis Commerce

Ein Online-Shop für Geschäftskunden ist kein kleiner Endkundenshop. Er muss wissen, wer da bestellt — und was dieser Kunde bei Ihnen bezahlt.

Beim Bestelleingang prüft Orbis, was ein Mensch sonst prüfen würde: Ist die Ware da? Ist das Kreditlimit eingehalten — mit den offenen Posten gerechnet, nicht nur mit diesem Auftrag? Ist der Mindestbestellwert erreicht? Was passt, wird bestätigt und reserviert — auch nachts um drei. Was nicht passt, geht mit Begründung an den Verkauf, statt still liegenzubleiben.

Und wenn der Kern einmal nicht antwortet, läuft der Shop weiter und sagt das ausdrücklich, statt ein halbes Sortiment zu zeigen.

in Konzeption · braucht mindestens ein Produkt

Orbis Assist

Ein Assistent, der die Software bedient — im Rahmen der Rechte dessen, der ihn fragt. Er kann nichts, was der angemeldete Mensch nicht auch könnte, und er zeigt vor jeder Änderung in Klartext, was gleich passieren wird. Er wird gerade in neuer Bauart aufgebaut; die Rechteprüfung und das Protokoll, auf denen er aufsetzt, stehen bereits.

Hinein und wieder hinaus

Umstieg und Ausstieg gehören zum Produkt.

Der teuerste Teil einer neuen Software ist selten die Software. Er ist der Weg dorthin — und die Frage, was passiert, wenn man sie wieder verlassen will.

Datenübernahme mit Prüflauf

Die Übernahme liest Auszüge aus dem Altsystem — auch aus Excel — und läuft erst als Prüflauf. Was sie dabei nicht zuordnen kann, sagt sie, bevor etwas übernommen wird. Erst danach schreibt sie.

Offene Formate

Rechnungen als ZUGFeRD, Buchungen als DATEV-Stapel, der Auszug als einfache Textdateien, die jedes Tabellenprogramm liest. XRechnung und EDI mit Großlieferanten stehen auf der Liste, nicht im Produkt — das steht auf der Seite Stand.

Vollständiger Export

Ab dem ersten Tag lässt sich der gesamte Datenbestand herausziehen — Stammdaten, Bewegungen, Belege, Historie. Bereiche, die noch nicht gebaut sind, nennt der Auszug beim Namen, statt sie wegzulassen. Nicht als Zugeständnis, sondern damit der Einstieg eine freie Entscheidung bleibt.

Auf einen Blick

Was in welchem Produkt steckt.

ProduktKern der SacheLäuft alleinBraucht
Orbis CoreIdentität, Rechte, Änderungsprotokoll, Stammdaten, Import und Exportja—
Orbis OpsLager mit Chargen, Einkauf, Bedarfsvorhersage, Auswertungenja—
Orbis PricingPreislisten, Staffeln, Margen, Preisrunden, Verhandlungstischja—
Orbis CommerceOnline-Shop für Geschäftskunden, im Browserja—
Orbis AssistKI-Assistent, der die gebuchten Produkte bedient — in Konzeptionneinmindestens ein Produkt

Nicht enthalten und bewusst nicht geplant: mehrstufige Fertigung, Lohn und Gehalt, Finanzbuchhaltung, die zertifizierte Ladenkasse und Zollverfahren. Die Gründe stehen auf der Startseite unter Zuschnitt.

Der nächste Schritt

Welche Produkte für Sie passen, klärt ein Gespräch.

Meistens sind es nicht alle fünf — jedenfalls nicht am Anfang. Sagen Sie uns, wo es bei Ihnen klemmt, und wir sagen Ihnen, welcher Baustein das löst und welcher nicht.